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Mündiger Bürger, unmündiger Konsument?
Die „realistische“ Wende in der Verbraucherpolitik

Podiumsdebatte im Berliner Salon des Freiblickinstituts,
in Kooperation NOVO-argumente.

am 09. Juni 2016 um 19 Uhr
in der BiTS Hochschule, Bernburger Straße 31,10963 Berlin (nahe Anhalter-Bahnhof)

Will die Politik uns mit Nudging, Werbeverboten & Co. schleichend die Freiheit nehmen? Oder bieten die neuen Politikansätze die Chance auf wirksame Maßnahmen zum Schutz des Verbrauchers?

Es diskutieren:
  • Dr. Maria Flachsbarth - MdB, CDU, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
  • Dr. Ursula Hudson - Vorstandsvorsitzende Slow Food Deutschland
  • Renate Künast - MdB, Die Grünen, ehem. Verbraucherschutzministerin
  • Alexander Neubacher - Journalist, Der Spiegel, Autor von „Total beschränkt: Wie uns der Staat mit immer neuen Vorschriften das Denken abgewöhnt“
  • Thilo Spahl - Novo-Wissenschaftsressortleiter
  • Moderation: Johannes Richardt - Redaktionsleiter "novo-argumente"
Die große Koalition hat eine Wende in der Verbraucherpolitik eingeleitet. Statt von mündigen Konsumenten spricht sie von realen Verbrauchern. Diesen wird kaum zugetraut, Risiken selbst abzuwägen und rationale Konsumentscheidungen zu treffen. Die Verhaltensökonomie scheint diesen Befund empirisch zu bestätigen. Auch aktuelle Forderungen nach Werbeverboten werden mit Studien begründet, wonach Menschen sich durch Werbebotschaften zu „schädlichem“ Verhalten verleiten lassen. Nicht klassischer Verbraucherschutz, der Produktqualität und -sicherheit gewährleisten soll, steht im Zentrum der Debatte, sondern die Lenkung des Konsumverhaltens nach politischen Maßgaben. Im nächsten Jahr wird ein neuer Bundestag gewählt. Was heißt es für eine demokratische Gesellschaft, die auf der Vorstellung vom mündigen Bürger beruht, wenn im Bereich des Konsums die Mündigkeit in Zweifel gezogen wird? Will uns die Politik durch Regulierung, „sanftes Anschubsen“ (engl. Nudging) und Verbote schleichend die Freiheit nehmen? Oder bieten die neuen Politikansätze die Chance auf wirksame Maßnahmen zum Schutz des Verbrauchers?

Veranstaltungssprache: Deutsch
Eintritt: frei

Unsere Video-Liveübertragung sehen sie heute auf
http://Webstream.eu/Freiblick

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„Do we need economic growth?“

Podiumsdebatte im Berliner Salon des Freiblickinstituts,
in Kooperation mit dem europäischen Netzwerk TTT- European Houses of Debates.

am 07. April 2016 um 19 Uhr
in der BiTS Hochschule, Bernburger Straße 31,10963 Berlin (nahe Potsdamer Platz)

Es diskutieren:
  • Daniel Ben-Ami - Journalist und Autor „Ferraris for all“, London
  • Ralf Fücks - Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung und Autor „Intelligent wachsen – Die grüne Revolution“, Berlin
  • Dr. Hendrik Hagedorn - Volkswirt, BiTS Hochschule, Berlin
  • Georgi Medarov - Soziologe, Mitglied von „New Left Perspectives“, Sofia
  • Moderation: Sabine Beppler-Spahl - Freiblickinstitut e.V. Berlin
Debatten über Armutsrisiken und Abstiegsgefahren prägen Europa seit Beginn der Finanzkrise. Das Beispiel Griechenland zeigt, welche Konsequenzen ein fehlendes oder schwaches Wirtschaftswachstum für eine Bevölkerung hat. Deswegen ist der Ruf nach mehr Wachstum in den vergangenen Jahren auch in Europa wieder hörbarer geworden: „Meine erste Priorität ist eine Politik, die den Schwerpunkt auf Wachstum und Beschäftigung legt“, schrieb z.B. Jean Claude Juncker, als er Präsident der EU-Kommission wurde. Auf der anderen Seite fordert eine wachstumsskeptische Bewegung eine Abkehr vom Wachstumsgedanken. Das Streben nach immer mehr Konsum schade der Natur und letztlich auch dem Menschen. Ein steigendes Bruttosozialprodukt sei keine Garantie für ein besseres, glücklicheres Leben. Erstaunlich ist, dass diese Kritik zu einer Zeit geäußert wird, in der das Wachstum weit hinter den Raten vergangener Jahrzehnte zurückbleibt. Wie soll es weiter gehen? Haben wir die Grenzen des Wachstums erreicht oder geben wir uns zu schnell „geschlagen“? Brauchen wir auch im reichen Westen noch Wachstum? Müssen wir zwischen wohlhabenden und ärmeren Ländern unterscheiden? Wie könnte eine positive Verteidigung des Wirtschaftswachstums aussehen? Geht es um eine rein quantitative Frage oder sollten wir uns über die Qualität, die Art und Weise des Wachstums, Gedanken machen?

Veranstaltungssprache: Englisch
Eintritt: frei

Die Veranstaltung wird gefördert von dem Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union

Sie können die Veranstaltung live mit verfolgen:

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zur Enthüllung einer Gedenktafel in Charlottenburg-Wilmersdorf
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